Wie beeinflussen unsere Überzeugungen das, was wir im Außen wahrnehmen und erleben?
Wahrnehmung, Resonanz und die Macht unserer inneren Überzeugungen...
Kennst du das Gefühl, immer wieder vor denselben Herausforderungen zu stehen?
Vielleicht begegnest du immer wieder Menschen, die dich enttäuschen. Vielleicht kämpfst du seit Jahren mit Selbstzweifeln, Geldsorgen oder dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Obwohl du dir etwas anderes wünschst, scheint sich dieselbe Erfahrung in unterschiedlichen Formen zu wiederholen.
Doch was wäre, wenn diese Wiederholungen kein Zufall wären?
Die Welt, die wir sehen, entsteht nicht nur im Außen
Viele Menschen glauben, dass ihre Erfahrungen ausschließlich durch äußere Umstände entstehen. Doch unsere Wahrnehmung wird ständig durch innere Überzeugungen, Erfahrungen und emotionale Prägungen gefiltert.
Wir erleben die Welt nicht so, wie sie ist.
Wir erleben sie durch die Brille unseres Bewusstseins...
Bereits im ersten Artikel haben wir darüber gesprochen, dass ein großer Teil unserer Überzeugungen unbewusst wirkt. Wie ein Eisberg liegt nur ein kleiner Teil an der Oberfläche, während der größte Teil verborgen bleibt und unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst.
Diese unbewussten Muster bestimmen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, welche Möglichkeiten wir wahrnehmen und welche Entscheidungen wir treffen.
Das Gesetz von Ursache und Wirkung
Viele spirituelle Traditionen beschreiben ein universelles Gesetz von Ursache und Wirkung.
Jeder Gedanke, jede Emotion und jede Handlung setzt eine Ursache.
Jede Ursache erzeugt eine Wirkung.
Nichts geschieht isoliert.
Alles, was wir aussenden, hinterlässt eine Information im Feld und wirkt auf unser Leben zurück.
Dabei zeigen sich Wirkungen auf unterschiedliche Weise:
- durch Handlungen und Entscheidungen, die wir heute treffen
- durch alte Überzeugungen und Muster, die unser Verhalten steuern
- durch Erfahrungen, die bereits ihre Wirkung entfalten und unseren aktuellen Lebenszustand mitgestalten.
Das bedeutet nicht, dass wir Opfer unseres Schicksals sind. Im Gegenteil.
Je bewusster wir werden, desto mehr können wir erkennen, welche Ursachen wir täglich setzen und welche Veränderungen dadurch möglich werden.
Warum wir oft nur das erleben, was wir für möglich halten
Vielleicht kennst du Menschen, die sich nach Liebe sehnen und gleichzeitig tief in sich überzeugt sind, nicht liebenswert zu sein.
Oder Menschen, die sich finanzielle Fülle wünschen, aber unbewusst glauben, dass Wohlstand nur durch harte Arbeit oder ständigen Kampf möglich ist.
Der Verstand sagt:
„Ich möchte etwas anderes erleben."
Doch das Unterbewusstsein antwortet:
„Das ist für mich nicht möglich."
Genau hier entsteht ein innerer Konflikt.
Nach außen formulieren wir Wünsche.
Innerlich bewegen wir uns jedoch weiterhin innerhalb der Grenzen unserer bisherigen Überzeugungen.
Wir handeln, entscheiden und reagieren unbewusst innerhalb dieses vertrauten Rahmens.
Dadurch erschaffen wir immer wieder ähnliche Ergebnisse. Nicht weil wir es wollen.
Sondern weil wir sie für möglich halten.
Resonanz – warum alte Erfahrungen immer wieder aktiviert werden
Viele belastende Erfahrungen verschwinden nicht einfach.
Sie werden als emotionale Erinnerungen in unserem System gespeichert.
Ein bestimmter Blick. Ein Satz. Eine Situation. Ein Mensch.
All das kann zu einem Trigger werden.
Ein Trigger aktiviert eine alte Erfahrung oder Verletzung.
Plötzlich fühlen wir uns wieder genauso wie damals.
Nicht weil die aktuelle Situation identisch ist, sondern weil unser System die gespeicherte Erfahrung erneut aktiviert.
Wir denken dieselben Gedanken.
Wir fühlen dieselben Emotionen.
Wir reagieren auf ähnliche Weise.
Das Resonanzprinzip beschreibt diesen Vorgang als Wiederankopplung an ein bereits bestehendes Energiefeld.
Die Vergangenheit wird erneut aktiviert und beeinflusst unsere Wahrnehmung der Gegenwart.
Vom Schmerz zur Schöpferkraft
Solange wir aus alten Verletzungen heraus handeln, bleibt unser Blick auf die Möglichkeiten der Gegenwart eingeschränkt.
Oft erscheint das Vertraute sicherer als das Neue. Selbst wenn das Vertraute schmerzhaft ist.
Doch wahre Veränderung beginnt dort, wo wir erkennen:
Ich bin nicht meine Vergangenheit.
Ich bin nicht meine alten Erfahrungen.
Ich bin nicht meine alten Glaubenssätze.
In dem Moment, in dem wir aufhören, uns vollständig mit unseren Geschichten zu identifizieren, entsteht Raum für neue Möglichkeiten.
Die drei Ebenen der Mustererkennung
Um ein altes Muster wirklich zu erkennen, reicht es nicht aus, nur die Gedanken zu betrachten.
Erfahrungen sind auf mehreren Ebenen gespeichert.
Deshalb lohnt es sich, drei Bereiche bewusst wahrzunehmen:
Gefühle
Wie fühle ich mich in dieser Situation?
Wut, Angst, Traurigkeit, Ohnmacht oder Scham können Hinweise auf alte Verletzungen sein, die noch in uns wirken.
Gedanken
Welche inneren Sätze tauchen auf?
Vielleicht hörst du Gedanken wie:
- Ich bin nicht gut genug.
- Ich werde immer verlassen.
- Mit mir stimmt etwas nicht.
- Ich schaffe das nicht.
Oft zeigen sich hier die eigentlichen Glaubenssätze hinter dem Erleben.
Körper
Was spüre ich körperlich?
Ein Druck auf der Brust. Ein Kloß im Hals. Ein Ziehen im Bauch.
Der Körper erinnert sich häufig an Erfahrungen, die dem Verstand längst nicht mehr bewusst sind.
Alle drei Ebenen sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig.
Die Beobachterposition
Der erste Schritt zur Veränderung ist nicht das Wegmachen.
Der erste Schritt ist Bewusstheit.
Wenn ein Trigger auftaucht, kannst du kurz innehalten und dir drei Fragen stellen:
- Welche Gedanken habe ich gerade?
- Welche Gefühle sind da?
- Was spüre ich körperlich?
Dadurch wechselst du aus der Identifikation in die Beobachterposition.
Du wirst vom Erlebenden zum Beobachter deines Erlebens.
Genau hier beginnt Freiheit.
Bewusstseinsebenen nach Hawkins
Der amerikanische Psychiater Dr. David R. Hawkins beschreibt verschiedene Ebenen des Bewusstseins.
Gefühle wie Scham, Schuld, Angst oder Apathie wirken eher einengend und halten uns im Überlebensmodus.
Wir erleben Mangel. Wir sehen Probleme. Wir nehmen hauptsächlich Bedrohungen wahr.
Ab der Ebene des Mutes beginnt ein Wandel.
Unser Blick öffnet sich. Neue Möglichkeiten werden sichtbar.
Akzeptanz, Liebe, Freude und Frieden erweitern unsere Wahrnehmung und führen uns Schritt für Schritt in einen schöpferischen Zustand.
Nicht weil das Leben plötzlich anders wird.
Sondern weil wir beginnen, es aus einem anderen Bewusstseinszustand heraus wahrzunehmen.
Veränderung beginnt mit Bewusstheit
Viele Menschen versuchen ihr Leben zu verändern, ohne ihre inneren Muster zu erkennen.
Doch solange dieselben Überzeugungen aktiv sind, entstehen häufig dieselben Ergebnisse.
Bewusstheit bedeutet nicht, gegen sich selbst zu kämpfen.
Bewusstheit bedeutet, hinzusehen.
Denn erst das, was erkannt wird, kann verändert werden.
Und vielleicht beginnt genau dort die wichtigste Frage:
Welche Geschichte über mich selbst glaube ich heute noch und ist sie wirklich wahr?